Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA
von der FINMA anerkannte Selbstregulierungsorganisationen
PolyReg Allg. Selbstregulierungs-Verein
 
Basisdokumente der SRO PolyReg
Gesetze und Verordnungen
Formulare
[Anmerkung: Die Relevanz dieses historischen Rundschreibens aus dem Jahr 2001 erschöpft sich heute in der Feststellung, dass Geschäftsbeziehungen mit Berührungspunkten zu nicht-kooperativen Ländern gemäss Liste der FATF der besonderen Abklärungspflicht unterliegen. Das gilt nach wie vor.]

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Die SRO PolyReg ersucht alle Mitglieder, Ihre Kundenbeziehungen nach Massgabe des nachstehend wiedergegebenen Informationsschreibens Nr. 12 der Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei (Kontrollstelle) zu überprüfen. Transaktionen, welche ganz oder teilweise über nicht-kooperative Länder abgewickelt werden oder in welche natürliche oder juristische Personen aus diesen Ländern involviert sind, unterstehen der besonderen Abklärungspflicht gemäss Art. 6 GwG.


Eidgenössische Finanzverwaltung
Administration fédérale des finances
Amministrazione federale delle finanze
Administraziun federala da finanzas
Swiss Federal Finance Administration

Christoffelgasse 5
3003 Bern

Bern, 6. August 2001
Tel 031/ 323 39 94
Fax 031/ 323 52 61
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Unser Zeichen 355.7/kme

Betrifft: Informationsschreiben Nr. 12
 
Nicht-kooperative Länder gemäss Bericht der Financial Action Task Force (FATF) vom 22. Juni 2001

Sehr geehrte Damen und Herren

Am 22. Juni 2001 hat die Financial Action Task Force der G-7 (FATF/GAFI) ihren aktuellen Bericht über die nicht-kooperativen Länder veröffentlicht. Wir fügen eine Kopie dieses Berichts in englischer Sprache diesem Schreiben als Anhang bei.

Ziffer 88 des Berichts enthält eine Liste mit den Namen der nicht-kooperativen Länder. In diesem Sinn weisen wir Sie insbesondere auf die in Ziffer 89 des Berichts enthaltene Warnung hin und unterstreichen, dass Transaktionen, welche ganz oder teilweise über nicht-kooperative Länder abgewickelt werden oder in welche natürliche oder juristische Personen aus diesen Ländern involviert sind, der besonderen Abklärungspflicht gemäss Art. 6 GwG unterstehen.

Die Liste von Juni 2000 enthielt 15 Namen (siehe den Bericht der FATF vom 22. Juni 2000, Anhang zum Infoschreiben Nr. 9 vom 5. Juli 2000). Vier Länder wurden von der Liste vom 22. Juni 2001 entfernt (Bahamas, Caiman Inseln, Liechtenstein und Panama) und sechs weitere wurden hinzugefügt (Ägypten, Guatemala, Ungarn, Indonesien, Myanmar und Nigeria). Seit dem 22. Juni 2001 befinden sich auf der Liste die folgenden 17 Länder: Cook Inseln; Dominikanische Republik; Ägypten; Guatemala; Ungarn; Indonesien; Israel; Libanon; Marshall Inseln; Myanmar; Nauru; Nigeria; Niue; Philippinen; Russland; St. Kitts und Nevis; wie auch St. Vincent und Grenadines.

Wir bitten Sie, die Ihrer Selbstregulierungsorganisation angeschlossenen Finanzintermediäre entsprechend zu informieren.

Mit freundlichen Grüssen

EIDG. FINANZVERWALTUNG
Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei
Armand Meyer
Leiter der Kontrollstelle a.i.

Beilage: Bericht der FATF vom 22. Juni 2001
Der Bericht der FATF vom 22. Juni 2001 ist abrufbar unter folgender Internet Adresse: www.oecd.org/fatf/pdf/NCCT2001_fr.pdf (französisch) und www.oecd.org/fatf/pdf/NCCT2001_en.pdf (englisch).

Kopie an: Herrn Peter Siegenthaler, Direktor, Eidg. Finanzverwaltung